Wir gingen raus.
'Die Innenstadt ist nicht weit von hier. Wir gehen zu Fuß.'
Wir gingen also zu Fuß.
Die Stadt war wunderschön.
Es waren nur wenige draußen, aber alles leuchtete in den schönsten Farben.
Elijah bemerkte das ich über alles hier staunte:
'Wir gehen jetzt mal zu den bösen Kindern in Brasilien.'
Ich streckte ihm die Zunge raus.
'Ab ins Getto', flüsterte ich ihm sarkastisch zu.
Wir bogen in viele kleine Gassen ein und kamen dann zu den sogenannten 'Händlern'.
Die nannten sich so und waren in Wirklichkeit Händler von Drogen, Kindern einfach von allem.
'Du bleibst hier, Abi.'
Was?!
'Anthony', sagte ich sanft, 'Nein!'
Er zuckte zusammen und ich musste lachen.
'Glaubst du nicht wirklich das ich bei euch sicherer bin?'
Und außerdem muss ich ihn töten, wenn wir ihn finden. Nicht er.
Er gab sich geschlagen.
Schließlich ging ich vor.
Durch alle Gassen und sonstige Abzweigungen durch, zu dem Treffen.
Wir waren schwarze Gäste. Nicht eingeladen.
Doch sie würden es nicht einmal merken. Ich würde ihre kriminellen Gedanken einfach in den Hintergrund zwingen.
Ich ging in die Menschenmasse und schaute mir alle Leute ganz genau an.
Es waren hauptsächlich gut gebräunte Menschen bei.
Brasilianer.
'Ich dachte immer die haben keinen Schwarzmarkt hier.'
'Brasilien? Davon denkt jeder. Gut getarnt. Fast alle kommen hierher.'
Ich sah mich um.
Hinten bemerkte ich einen Jungen, der Ethan ähnlich sah.
Er beobachtete uns.
'Siehst du den ganz hinten, Jayden? Guck jetzt nicht so auffällig hin. Er beobachtet uns.'
'Hab ich auch schon gesehen. Ich bezweifle das es Ethan ist.'
Ich schon Jayden zur Seite und lief an ihm vorbei.
Sie verstanden was ich vorhatte und blieben dort.
Es wäre einfach zu auffällig. Wenn ich verschwinden sollte, würden sie mir nach Fünf Minuten folgen. Hoffte ich.
Der Junge sah das ich kam und ging in die hintere Gasse.
Ich rannte ihm hinterher.
Schreien durfte ich nicht, sonst würde alles auffliegen.
Er ging immer noch lässig als ob er mich nicht gesehen hätte.
Auf einmal blieb er ruckartig stehen.
Ohne sich umzudrehen sagte er völlig gelassen.
'Na, habt ihr mich gefunden?'
Ethan! Er ist es.
'Abi, er ist es!'
Jayden, Elijah und Anthony kamen mir hinterher.
'Ja, wie konntet ihr mich so schnell finden? Und du lebst?'
Ich setzte meinen nachdenklichen Blick auf.
'Zu viele Fragen auf einmal, Ethan. Zuerst, wir sind halt gut und können uns gut in andere Personen hinein fühlen. Und du warst so dumm und bist direkt nach Brasilien gefahren. Und nein, ich lebe nicht mehr.'
Er drehte sich um, fast schon zu schnell für meine Augen.
In seiner Hand blitzte etwas.
Ein Messer? Eine Pistole?
Und auf einmal spürte ich stechenden Schmerz in meinem Magen.
Ein Messer. Er hat zugestochen.
Mir wurde langsam schwarz vor Augen.
Nein! Ich darf jetzt nicht umkippen. Deine Wunde wird gleich verheilen, sagte ich mir.
Sie wird es. Bleib wach.
Doch ich konnte den natürlichen Zyklus nicht umstimmen und ich kippte um.
Hart schlug ich mit dem Kopf gegen einen Eisenbolzen auf bevor ich dann schließlich ohnmächtig wurde. Was danach passierte bekam ich nicht mit.
Freitag, 7. Mai 2010
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