Ich fuhr mit Anthonys Wagen den Highway 22 entlang.
Er sagte, er würde auch mit dem Bus zurechtkommen.
Ich fuhr aber nicht zu Andrew.
Ich fuhr nach Virginia, zu meinem Dad.
Er ist verstorben seid ich 14 bin.
Ich mochte ihn sehr und vielleicht werde ich ihn bald sehen.
Dann kann ich ihm alles erzählen und vielleicht wird er auch stolz auf mich sein.
Er wollte immer das ich sehr erfolgreich im Leben werde, wie er.
Er war Reporter, seinen eigenen Tod konnte er nicht veröffentlichen. Zum Glück.
Meine Mutter und ich wollten es auch nicht an die Öffentlichkeit bringen, doch irgendwie kam es trotzdem dazu. Als wenn mein Vater wollte, das die Welt erfährt, das es schlimmer Menschen auf diesem Planeten gibt.
Ich danke dir dafür Dad!
Am Friedhof angekommen ging ich direkt zu dem Gab meines Vaters.
Ich kniete mich auf die Wiese. Wir hatten sie extra anlegen lassen.
Mein Vater mochte die Natur.
Ich nahm die Gießkanne ging zum Wasserhahn und lief wieder zum Grab.
Ich bewässerte die ganzen Blumen und die kleine Wiese, eine Stelle ließ ich trocken.
Ich wollte ja nicht nass werden.
Dann fiel mir ein kleiner Teil meiner Vergangenheit ein.
'Daddy, du hast mich voll blamiert. Niemand sagt mehr zu einem 14 jährigen Teenager 'kleine Prinzessin' mehr. Die anderen werden mich eine Woche hänseln.'
'Aber du wirst immer meine kleine Prinzessin bleiben, Schatz.'
'Ja, das weiß ich. Auch wenn ich alt und weise bin.'
Ich küsste ihn auf die Wange.
'Trotzdem bist du der beste Vater auf dieser Welt. Aber ich werde dich neben deinen Kollegen 'Big Daddy' nennen.'
Er lachte.
'Dann sind wir ja quitt.'
Er hatte mich damals von einer Poolparty abgeholt.
'Big Daddy, ich liebe dich.'
Dann ging ich wieder zurück ins Auto.
Und jetzt musste ich zu Andrew.
Und mein Vater würde mir helfen, das wusste ich.
Ich fuhr langsam, nahm auch die Landstraße.
Ich hatte Zeit.
Ich musste ganz Virginia absuchen.
Erst den Süden oder eher Norden?
Denk wie ein Mörder!
Süden. Das war weiter weg und da würde er auch hinfahren.
Im Internet stand, das dort ein altes Ehepaar namens Johnson wohnte.
Die Großeltern?
Wahrscheinlich.
Doch ich konnte nicht zu ihnen und sagen das ihr Enkel mich umgebracht hätte.
Die würden doch die Polizei rufen.
Oder die Leute aus einer Klapse. Da gehöre ich auch hin.
Aber eins ging mir immer noch durch den Kopf, Andrew und Kate allein konnten es nicht sein.
Ich stand vor dem Haus in dem die Johnsons wohnten.
Soll ich klingeln?
Ohne weiter nachzudenken drückte ich die Klingel und wartete.
Wenn ich Glück habe, ist jemand zu Hause.
Die Tür ging auf. Eine alte Frau streckte ihren Kopf aus der halb geöffneten Tür.
'Mrs Johnson?'
'Ja, wer sind sie?'
'Ist Andrew Johnson ihr Enkel?'
Sie nickte.
'Ich bin eine Freundin von ihm, wir haben uns lange nicht gesehen, ist er da?'
'Ja, ja komm rein.'
Sie war aufgeregt, als ob noch nie jemand bei ihnen zu Besuch da war.
Oder lange blieb, denn das Haus war ziemlich modern, für solch alte Leute.
Waren sie reich? Und dann sah ich das, das nur Fassade war.
Nur die Diele war modern, der Rest war langweilig.
'Er ist oben, seit kurzem wohnt er hier, geh einfach die Treppen hoch und das Zimmer links.'
'Danke.'
Ich ging die Treppen hoch, bei jedem Schritt knarrten sie.
An der Tür stand in Graffiti Schrift Andrew.
Angeber.
Ich holte noch einmal tief Luft und dann klopfte ich an die Tür.
'Komm rein, Oma.'
Ich öffnete die Tür und ging rein.
'Leider nicht Omi. Dafür aber was viel besseres.. Erkennst du mich?'
Er war sichtlich schockiert.
'Das kann nicht sein, nein das kann nicht sein! Wir haben dich doch umgebracht. Wie..wie bist du hier?'
'Mich wirst du nicht so leicht los, Johnson. Du dachtest du hättest mich ausgelöscht, was?'
Ich lachte spöttisch.
Dann rannte ich blitzschnell um den Stuhl, auf dem er saß, band ihn mit dem Draht, das ich in meiner Hosentasche aufbewahrte fest und band seinen Mund zu.
Dadurch das ich jetzt ein Engel war, hatte ich besondere Fähigkeiten, hatte ich bemerkt.
'Da staunst du, was?'
Er sah ziemlich übermüdet aus und hatte tiefe Augenringe.
Freitag, 23. April 2010
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