Racheengel

Abigail wurde ermordet.
Als Racheengel wiedergeboren, rächt sie sich an alle, die im Leben keine gute Vergangenheit haben.
Dabei erfährt sie die Wahrheit über ihren Mord und ist schockiert ...

Sonntag, 18. April 2010

Vergangenheit

Die Haustür wurde geöffnet.
Aber ich hörte mehr als zwei Füße.
Also versteckte ich mich schnell im Abstellraum und guckte durch den Schlitz.
Meine Mutter kam rein, hinter ihr ein gutaussehender attraktiver Mann.
Da hat sie sich aber einen der besonderen Klasse gekrallt.
Ich musste lachen.
Sie flüsterten sogar.
'Denkst du sie ist da?'
'Abigail? Schatz? Nein, ich werde sie dir bald vorstellen. Ich weiß nur noch nicht ob sie es verstehen kann.'
Soll ich raus kommen und sie überraschen?
Nein, ich gebe meiner Mutter lieber die Zeit.
Mein Handy läutete, Jayden.
Oh nein! Ich musste flüstern.
'Hallo?'
'Abi? Hier ist Jay, warum flüsterst du?'
'Meine Mom ist mit ihrem Freund hier, sie denken ich wäre nicht hier.'
'Das passt ja zu gut. Komm raus, ich stehe vor der Tür.'
'Okay.'
Ich schlich mich raus öffnete die Tür und da stand er.
Ich konnte mich kaum mehr rühren, er sah viel besser aus als Ethan.
'Schnell, mach die Tür zu.'
Oh, ich schloss sie leise und er nahm meine Hand und führte mich raus.
'Wohin gehen wir?'
'Ein Geheimnis.'
'Nicht schon wieder eins.'
Er lachte.
Wir stiegen in sein Auto ein und er fuhr den Highway hoch.
'Fahr doch nicht so schnell.'
'Warum? Sonst kommen wir nie an.'
Ich grinste.
'Wenn du so weiterfährst auch nicht.'
Er fuhr noch schneller. Ich drückte mich tief in den weichen Sitz ein und zog meinen Gurt noch enger.
Bitte, fahr doch langsamer.
Er sah mich an und dann passierte das was ich nie gedacht hätte.
Ein Lastwagen rammte uns, es gab lautes Gehupe und Jayden wurde hinaus gerissen.
Die Tür und die Windschutzscheibe gingen ab.
Lauter Splitter flogen in mein Gesicht, ich schloss die Augen.
Ich war zu schockiert um einen klaren Gedanken zu fassen.
Was soll ich tun?
Dann tat ich das, was man eigentlich lassen sollte.
Ich öffnete den Gurt und sprang aus der offenen Tür.
Hab ich überlebt?
Ich sah mich um, vor lauter Schmerzen konnte ich mich kaum bewegen.
Von hinten sah ich einen weiteren Lastwagen anrollen.
Anrollen?! Der fährt schneller als wir.
Ich konnte mich nicht bewegen. Und ich musste zusehen wie mein Tod schneller und schneller zu mir kam. Und als der Lastwagen nur noch ein paar Meter entfernt war schloss ich meine Augen und war wesentlich erleichtert.
Ein zuckender Schmerz ging durch meinen ganzen Körper, doch es war schnell vorbei.
Wahrscheinlich waren die Reifen so schwer, das mein Herz sofort aufhörte zu schlagen.
Alles war weiß.
Bin ich im Himmel?

'Hallo Abigail.'
'Hallo? Wo bin ich hier?'
'Du bist gestorben, was du eigentlich wissen müsstest.'
'Ja, von einem Lastwagen. Was ist mit Jayden? Ist er auch hier?'
'Jayden hat überlebt. Du wurdest als besonders auserwählt.'
Jayden hat überlebt? Zum Glück!
'Besonders?'
'Ja, du wirst als Racheengel getestet, weil dein Tod mehrere Mörder hatte und auch eine lange Geschichte, deswegen wirst du zurück auf die Erde geschickt um alle zu rächen die jemanden getötet haben und..'
'Moment mal! Ich kenne doch meinen Tod. Es war ein Unfall.'
'Genau das denkst du, doch dein Tod hat eine andere Geschichte. Es war nur der Schluss.
Du kannst dich an den wichtigsten Teil nicht erinnern.'
Was?! Zuerst sterbe ich und jetzt muss ich mich auch noch an meine Erinnerung erinnern?
Aber vielleicht kann ich Jayden wiedersehen.
'Du nimmst es also an. Dir werden Flügel gegeben, die du ausbreiten kannst, wenn du deine Mörder gerächt hast, werden sich die Flügel ändern, als Zeichen. Danach wirst du die Mörder unserer Verstorbenen rächen.'
'Logisch. Und wie werde ich wieder, ja, runter geschickt?'
'Öffne deine Augen.'
Der Satz zog sich ins Weite und man hörte nur noch das Echo.
Wie soll ich meine Augen öffnen, wenn sie schon offen sind?
Auf einmal kam wieder diese stechende Schmerz an meinem Bauch und Rücken.
Meine Arme und Beine spürte ich nicht einmal.
Mein Kopf brummte. Ich riss den Kopf hoch und sah Gras. Wiese.
Wieso kann ich nur an einzelne Wörter denken?
Ich sah an mir herunter.
Blut, Wunden, blaue Flecken.
Alles war blutverschmiert. Was ist passiert?
War das der Aufprall von da oben?
Dann wurde mir eines klar. Das muss der Unfall gewesen sein.
Aber warum hab ich noch die Wunden?
Ich stand auf, das tut ja nicht mehr weh.
Ich schaute auf meinen Arm, nichts mehr da.
Keine Wunde. Kein blauer Fleck.
Also daran könnte ich mich gewöhnen.

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