Kate, sie zählte zu meinen einst nettesten Freunden.
Einst, vor langer Zeit. Zu lange her.
Anscheinend hatte sie etwas mit meinem Tod zu tun. Ich hoffe nicht.
Ich mochte sie sehr.
'Kate, hör zu. Niemand darf wissen das ich wieder aufgetaucht bin. Du weißt, ich bin bis vor kurzen verschwunden.'
Wie soll ich ihr das erklären? Sie ist zwar sehr emotional, aber sie kann verstehen.
Sie muss diesmal verstehen. Anders geht es nicht.
Noch kann ich mich mit dem rächen nicht so anfreunden.
Und das sie die erste ist, wo ich anfange zu suchen, wird sie sehr wahrscheinlich als erste sterben.
Doch es kann doch auch anders laufen, oder nicht?
'Aber Abigail, wir sind wieder zusammen. Wir können wieder ..'
'Nein! Kate, es wird nie wieder wie früher. Nie wieder! Jetzt hör zu, hast du..., warte.'
Wenn sie denkt das ich noch lebe, dann kann sie doch gar nicht mit meinem Tod zu tun haben.
Oder macht sie mir was vor?
'Kate, wie viel weißt du über mein Verschwinden?'
'Abi, die anderen haben mich gezwungen das zu machen. Ich konnte nicht anders.
Du bist gar nicht weggelaufen, stimmt's? Sie haben die getötet. Aber wie kannst du hier sein?
Ich mein, wenn man tot ist ist man tot. Aber ..'
Was?! Kate hatte was damit zu tun? Okay, ich wollte es nicht, aber ich muss.
'Das erklär' ich dir noch. Musst du immer noch deine Schmerztabletten schlucken?'
Bitte ja, bitte ja.
'Ja warum?' Gott sei dank!
'Hier nimm das. Danach erklär ich es dir.'
Ich reichte ihr ein Glas. Nicht nur mit ihren Tabletten. Leider auch noch Gift.
Aber es wird sie in 10 Minuten umbringen. Schmerzlos. Denk ich mal.
Ja, sie trinkt es.
'Abi, das schmeckt anders als sonst. Ist da …'
Der erste Schluck. Der schmerzhafteste.
'Abi, was ist daaaaas?' Es tut mir leid Kate. Wirklich.
'Das ist Gift. Jetzt hör mich zu. Ich hab dir gesagt ich werde es dir erklären. Ich bin als Racheengel wieder auf die Erde gesendet worden. Um alle bösen
Menschen zu rächen. Sie zu töten oder sie so zu verletzten, damit meine ich ihre Familien und Freunde, das sie Selbstmord begehen.
Dir tue ich damit nur einen Gefallen.'
Noch 9 Minuten, dann ist es vorbei.
'Und weißt du was so toll daran ist? Niemand weiß das es mich gibt und niemand kann es beweisen.
Du wirst es nicht überleben, doch wenn es ein anderer tun würde, würdest du an einen sogenannten Racheengel glauben?'
'Nein. Aber …'
Sie atmet schwer. Bringt höchstens zwei Wörter heraus. Noch 5 Minuten.
'Kate, rede nicht. Deine Zeit ist gekommen. Früher als erwartet, anders als erwartet. Aber besser als ein tragischer Unfall mit Querschnittslähmung oder?'
Sie nickt. Sie versteht mich. Sie glaubt mir. Sie war schon immer eine Freundin.
'Also, vielleicht sehen wir uns ja mal da oben. Richte denen schöne Grüße aus.'
Mein Humor war eigenartig. War er schon immer.
Sie lacht.
'Danke Abi. Iiiich weiß nicht wieso, aber danke.'
Wahrscheinlich kam sie nicht damit klar, eine Verbündete meiner Mörder zu sein.
Ja, so werde ich es mir denken.
Und jetzt, der Nächste.
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