Racheengel

Abigail wurde ermordet.
Als Racheengel wiedergeboren, rächt sie sich an alle, die im Leben keine gute Vergangenheit haben.
Dabei erfährt sie die Wahrheit über ihren Mord und ist schockiert ...

Sonntag, 25. April 2010

Gegenwart

Ich sah ihn kurz an, doch ich musste jetzt alles aus ihm ausquetschen.
'Was habt ihr mit mir vor einem Monat gemacht?'
Zuerst dachte ich er würde sich anstellen, doch es floss nur so aus ihm raus.
Was für ein Feigling. Ich nahm den Verband vom Mund.
'Ich...wir waren alle so sauer auf dich und neidisch.'
Ich klatschte meine Hand in sein Gesicht. Man sah noch meinen Abdruck.
'Kate, ich, Ethan halt. Ich..ich darf eigentlich nichts sagen.'
Ich gab ihm noch eine Back pfeife.
Es fing schon fast an zu bluten.
'Ethan, also? Deswegen sollte er mich vor vier Wochen anmachen, damit ich ihm alles erzähle?'
Er nickte. Wie sollte ich ihn töten?
Schnell und schmerzlos oder ich ließ ihn leiden.
'Vor drei Wochen haben wir dich unter Drogeneinfluss gesetzt. Aber nach einer Woche bist du irgendwie abgehauen. Ich glaube Jayden hat dich gefunden. Dann haben wir ihm Tabletten in sein Getränk getan und er hat alles vergessen, dann bist du gestorben und..'
Es würde nichts mehr bringen.
Ich nahm das Messer aus meiner Tasche. Es blendete sein Gesicht und er blinzelte Stark.
Das hatte den gewünschten Effekt.
'Du kannst mich doch nicht töten!'
'Warum? Kate ist auch gestorben, ich dachte nur daran, ob du nicht vielleicht zu ihrer Beerdigung auftauchen willst. Oder willst du sie gleich da oben treffen?'
Ich hielt das Messer hoch in die Luft.
Er konnte es nicht fassen und ich musste lachen.
'Na, du hättest nicht gedacht, das du alles zurück kriegst oder?'
Er schüttelte den Kopf.
Wie ein kleiner Köter winselte er. Was für ein Depp.
Ich nahm das Messer und hielt es an seine Kehle.
Er zitterte und mich amüsierte es köstlich.
'Stirb schön, denn ich brauch das nicht zu machen. Dir reicht diese Art von Rache.'
Ich ging Richtung Tür und ich hörte wie er ausatmete.
Er dachte das sein Leben sich jetzt ins Gute wenden würde und das machte mich wütend.
In mir breitete sich eine Wut aus, die ich nicht kannte.
Es bebte nur so in mir.
Ich drehte mich um und schleuderte das Messer direkt in sein Herz.
Ihm blieb die Luft aus. Und er starb.
Langsam und gequält.
Ich ging nicht aus der Haustür, sondern sprang vom Fenster.
In der Luft breitet ich meine Flügel aus und flog zum Auto.
Der Tankanzeiger zeigte noch genügend Benzin.
Also wäre eine Spritztour nicht schlecht.
Wohin?
Dann fiel mir etwas ein, was ich machen wollte.
Ich fuhr zum besten und leider auch teuersten Friseur in der Gegend.
Ich hoffe ich konnte ohne Termin rein.
Ich nahm meine Tasche, mit sehr viel Geld drin.
Das wird teuer.
'Guten Morgen.'
Ein sehr gepflegter Man schüttelte meine Hand.
'Haben sie einen Termin?'
'Nein, leider nicht.'
Ich sah mich um, niemand war da. Wahrscheinlich weil es schon spät war oder zu teuer.
'Das macht nichts, wir haben gerade keine Kundschaft. Was hättest du denn gern für Veränderungen?'
Ich zeigte ihm meine langen Haare.
'Oh, lange schöne Haare. Sollen die ab?'
'Ich dachte mehr an eine andere Haarfarbe und die Spitzen abschneiden?'
'Geht klar.'
Er führte mich zu den Waschbecken und legte mir einen Kittel um.
Dann gingen wir in den hinteren Teil und er zeigte mir eine Karte voller Haarfarben.
Wie soll ich mich denn entscheiden?
'Welche Haarfarbe würden sie denn nehmen?'
Er zeigte auf die dritte Reihe und mir wurde etwas mulmig zu Mute.
'Wirklich? Die würde mir stehen?'
Er nickte.'Dann schneiden und färben sie mal los.'
Es dauerte etwas länger als geplant, doch am Ende sah es richtig gut aus.
Ich gab ihm das Geld und ging raus.
Ich wollte mir noch eine dunkle Sonnenbrille kaufen.
In dem Laden nebenan kaufte ich mir eine große Sonnenbrille, bezahlte sie und stieg ins Auto ein.
Jetzt musste ich langsam wieder nach Hause, die beiden würden sich schon Sorgen machen.
Ich fuhr die Schnellstraße entlang und kam recht schnell an.
'Jayden, wo bist du?'
'Hier. In der Küche.'
Ich ging langsam in die Küche.
Aber Anthony war etwas schneller.
'Abi ?! Wie..wie siehst du denn aus?'
'Der Friseur meinte, das würde mir stehen!'
'Oh mein Gott! Abi ?! Das bist nicht du!'
Ich nahm die Sonnenbrille ab.
Meine hellbraunen Haare sahen also schlecht aus.
'Nein! Du siehst richtig geil aus!'
Ich grinste.
'Danke.'

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